Für die Wahrung des Menschenrechtes auf Asyl – Resolution der Generalsynode

Die Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich hat am 7. Dezember 2019 in St. Pölten eine Resoution betreffend die religiöse Verfolgung aufgrund von Konversion zum Christentum als Asylgrund, staatliche Einmischung in innere Angelegenheiten der Evangelischen Kirche und weitere Fragen zur Wahrung des Menschenrechts auf Asyl einstimmig beschlossen. Anlass ist die große Besorgnis über die Entscheidungspraxis österreichischer Asylistanzen, welche zunehmend die Konversion von Asylwerberinnen und Asylwerbern zum Christentum nicht anerkennen. Folge davon ist drohende Abschiebung und damit eine besondere Gefährdung dieser Asylwerber.
In der Resolution heißt es:

„Die Generalsynode fordert Behörde und Gericht auf, ausgestellte Taufscheine oder Mitgliedschaftsbestätigungen (bei Übertritt von einer anderen christlichen Konfession), Bestätigungen über den Besuch des Taufunterrichts, seelsorgliche Gutachten und Zeugenaussagen von PfarrerInnen als voll gültige Bestätigungen einer aufrichtigen Konversion anzuerkennen und als Beweismittel zu würdigen.“

Der Beschluss dieser Resolution erfolgte im Anschluss an die 30-Jahr-Feier des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Anwesenheit von Mitarbeiterinnen der ersten Stunde, allen voran Pfarrerin Christine Hubka und Dr. Gertrude Hennefeld.

Resolution der Generalsynode zu Asyl und Konversion

Diakonie-Adventkranz an Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi übergeben

Der Wichern Adventkranz wurde letzte Woche von den diakonischen Einrichtungen Tirols (#JohanniterUnfallHilfeTirol, #DiakonischerVerein, #DiakoniewerkTirol und dem #DiakonieFlüchtlingsdienst) gemeinsam mit dem Superintendenten Olivier Dantine und Pfarrer Werner Geißelbrecht auch dem Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi übergeben. Dabei gab es auch die Gelegenheit aktuelle soziale Themen zu besprechen. Nähere Infos zur Geschichte des Adventkranzes: https://diakonie.at/der-adventkranz-eine-erfindung-der-diak…

Evangelische Jugend begleitet digital durch den Advent

Online-Adventkalender der EJÖ – „AdventureMails“ von EJOÖ

Wien (epdÖ) – Zum 14. Mal begleitetet die Evangelische Jugend Österreich (EJÖ) digital durch den Advent. Am Sonntag, 1. Dezember, öffnet auf der Website www.ejoe.at der Online-Adventkalender der EJÖ sein erstes Türchen – „heuer mit adventlich andächtigen und stimmungsvollen Beiträgen, die viele Leute aus der EJÖ und rundherum anhand ihrer Lieblingsweihnachtslieder für die Websitebesucher vorbereitet haben“, wie EJÖ-Referent Joachim Hoffleit schildert. Die Bandbreite reiche dabei von „ganz modern bis klassisch“.

Alle Jahre wieder versendet auch die Evangelische Jugend Oberösterreich „AdventureMails“. Wer sich für den Mailverteiler anmeldet bekommt an den 24 Tagen im Advent tägliche „Impulse zum Betrachten, Verweilen und Besinnen“. Die Mails sollen eine Inspiration sein „für das Wesentliche, Alltägliche und wirklich Wichtige im Leben“, sagt Monika Graf, Organisationsreferentin der EJOÖ. Anmeldungen sind unter m-graf@aon.at möglich.

Chalupka und Bedford-Strohm verurteilen Glaubensprüfungen bei Asylsuchenden

Bischöfe aus Österreich und Bayern orten Einmischung in Angelegenheiten der Kirchen

Bamberg/Wien (epdÖ) – Seine Besorgnis darüber, dass asylsuchenden Konvertiten in Österreich vermehrt die Glaubwürdigkeit des Glaubensübertritts abgesprochen wird, hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka zum Ausdruck gebracht. Vor den Mitgliedern der Synode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) kritisierte Chalupka am Montag, 25. November, in Bamberg die Praxis von „Glaubensprüfungen“ und die Unterstellung von „Scheinkonversionen“ in Asylbescheiden:

„Damit wird entweder das einer Zulassung zur Taufe zugrundeliegende Urteil des jeweiligen Pfarrers oder der jeweiligen Pfarrerin als nicht relevant abgewiesen. Oder aber es wird insinuiert, der Pfarrer oder die Pfarrerin hätte an der unterstellten ‚Scheinkonversion‘ mitgewirkt“,

Dadurch würden die geistlichen Amtsträgerinnen und Amtsträger „in Misskredit gebracht“. Die Evangelische Kirche A. und H.B. in Österreich jedenfalls lehne „sowohl die Durchführung von Glaubensprüfungen als auch die Beurteilung der Aufrichtigkeit der inneren Überzeugung von Konvertiten durch Behörde oder Gericht als staatliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Kirche ab“. Chalupka war als Vertreter der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich zur Herbsttagung der Synode der bayrischen Landeskirche nach Bamberg eingeladen worden.

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