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Gebet für Freiheit und Würde 11.05.2020

Afghanistan ist nicht sicher.

Die Corona Pandemie entzieht den Menschen in Afghanistan noch zusätzlich ihre Existenzgrundlage, weil – ähnlich wie in Europa – strenge Ausgangsbeschränkungen bestehen. Die Menschen dürfen nicht zur Arbeit gehen, haben deswegen kein Einkommen und können Lebensmittel sowie Mieten nicht bezahlen. In einem Land, indem die wenigsten Familien über finanzielle Rücklagen verfügen, führt der Verlust des Einkommens in wenigen Tagen schon zu Lebensunterhalt bedrohenden Situationen ganzer Familien.

Viel mehr, als vor dem Virus fürchten sich aber viele Afghaninnen und Afghanen derzeit vor dem Ausbruch eines neuen Bürgerkrieges. Der Streit um die Regierung, zwischen dem offiziell wiedergewählten und amtierenden Präsidenten Ashraf Ghani und seinem Konkurrenten Abdullah Abdullah machen eine kriegerische Auseinandersetzung nicht unwahrscheinlich. In Kabul gibt es immer wieder Waffengefechte. Was ein Bürgerkrieg zusätzlich zu dem Terror der Taliban und des IS, und einer Corona Pandemie in der ohnehin verarmten Zivilbevölkerung bewirken würde, darüber wollen und können die Menschen fast nicht nachdenken.

Afghanistan hat jetzt schon die höchste Arbeitslosenrate der Welt. Zusätzlich dazu ist 80 % der Arbeit nicht existenzsichernd. Wie soll da der Aufbau einer Zukunftsperspektive möglich sein, wie ihn die Richter und Richterinnen unserer Asylbehörden bei der Ausstellung negativer Bescheide den Afghanen immer wieder bei der Abschiebung in ihre Heimat in Aussicht stellen?

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

an dich wenden wir uns mit unserem Gebet. Du willst Licht bringen in die Dunkelheiten unserer Welt.

Wir erleben so viel Dunkel um uns herum. Manchmal sind wir voll Furcht, oft voller Ohnmacht. Wir würden gerne etwas ändern an der perspektivlosen Situation von Geflüchteten, die in unserem Land keine Chance zu haben scheinen.

In dieser Dunkelheit rufen wir zu dir und zünden ein Licht der Hoffnung an.

Wir erleben wie die Leben von geflüchteten Menschen in Griechenland, an den Grenzen der EU, aber auch hier bei uns verantwortungslos, beinahe mutwillig eingeschränkt, bedroht, menschenunwürdig behandelt werden.

In dieser Dunkelheit kommen wir zu dir und zünden ein Licht der Freiheit an.

Wir erleben, dass unsere Regierung im Asylrecht vor allem das eine Ziel zu verfolgen scheint, Asylsuchenden keine Perspektive unter uns zu gewähren. Dabei bereichert Diversität unsere Gesellschaft und auch ein Land wie Österreich braucht motivierte Arbeitskräfte.

In dieser Dunkelheit kommen wir zu dir und zünden ein Licht der Weisheit an.

Wir erleben, dass Menschen, die aufgrund von Krieg und Terror ihre Heimat, ihre Familie, ihre Arbeit, ihre Träume verloren haben bei uns Zuflucht suchen. Aber die Welt um uns herum scheint kalt und abweisend, überfordert damit diesen Menschen Sicherheit, Stabilität und eine neue Chance zu ermöglichen.

In dieser Dunkelheit kommen wir zu dir und zünden eine Kerze der Warmherzigkeit an.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung, du bist das große Licht für unsere Welt.

An deinem Licht können wir uns alle wärmen, darum beten wir gemeinsam zu dir:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde 04.05.2020

Afghanistan ist nicht sicher.

Laut dem Global Peace Index war Afghanistan 2019 das unsicherste Land weltweit.
2018 lag es mit 44.600 Kriegstoten weit vor dem Jemen: 28.800 oder Syrien: 28.500.
Trotzdem schiebt Österreich immer noch Afghaninnen und Afghanen ab – vor allem junge alleinstehende Männer. Dabei sind sie es, die besonders von den bewaffneten Konflikten im Land betroffen sind. Denn Neutralität gibt es für sie nicht. Entweder werden sie verdächtigt für die Regierung zu arbeiten und sind deshalb von den Taliban, dem IS oder anderen militanten Gruppen bedroht. Oder die Regierung argwöhnt, dass sie mit den Taliban sympathisieren oder Milizen angehören.

Die Taliban in Afghanistan gewinnen weiterhin an Macht. Sie sichern sich diese durch Überwachung und Verfolgung. Widerstand oder verweigerte Kooperation wird landesweit mit Mord verfolgt, davon betroffen sind nicht nur diejenigen, die direkten Widerstand leisten, sondern auch deren Angehörigen oder weitläufige Verwandte.
Außerdem ist bekannt, dass die Taliban eine Flucht, vor allem in den „Westen“ sanktionieren. Sie werten diese als Desertation und/oder als Abfall vom muslimischen Glauben (Apostasie). Beides wird von ihnen bestraft und auf das Schärfste sanktioniert.
Wie können unter diesen Bedingungen Abschiebungen zulässig sein? Warum gilt Afghanistan für die österreichische Regierung als sicheres Land?

Mit Blick auf die andauernde politische Unsicherheit, den fehlenden Fortschritten im Friedensprozess, die fortwährenden Angriffe von Terroristen auf Regierung und Zivilsten sowie das desolate Gesundheitssystem, stellt nicht zuletzt auch die Covid-19-Pandemie eine existenzielle Bedrohung für jede Afghanin, jeden Afghanen dar.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

mit unserer Sorge um Menschen aus Afghanistan, aber auch aus anderen Ländern kommen wir zu dir.
Wir verstehen nicht, dass Menschen aus unserem Land abgeschoben werden in einen Staat, in dem Krieg, Terror, Angst und Not herrschen.
Wir verstehen nicht, warum Menschen, die so oft ein zerbrochenes, zerstörtes Leben hinter sich haben, die sich darum bemühen unsere Kultur, unser Leben hier anzunehmen, die arbeiten wollen und ihren Beitrag zu unserem Wohlstand leisten, warum sie sich nicht eine neue Perspektive, eine neue Zukunft unter uns aufbauen dürfen?
Viele von ihnen sind schon jahrelang in Österreich, in Tirol. Sie haben unsere Sprache gelernt, teilen, was uns wichtig ist und bringen sich mit ihren unterschiedlichsten Gaben ein und das, obwohl es ihnen nicht leicht gemacht wird und sie immer wieder auch mit den Geistern ihrer Vergangenheit kämpfen.
Wir bitten dich um Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für Menschen aus Afghanistan, die von der Abschiebung bedroht sind.
Wir bitten dich um Weisheit und Barmherzigkeit bei den Menschen, die über die Schicksale anderer entscheiden. Dass sie wohlüberlegte, nicht dem Mainstream folgende Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die einer Gesellschaft, in der Menschenwürde und Menschenrechte nicht in Frage zu stellen sind, gerecht werden.
Wir bitten dich für alle, die Unrecht ertragen müssen, erbarm dich ihres Elends und
ihrer Verzweiflung! Wir bitten dich für alle, die Unrecht einzudämmen versuchen und die gegen Unrecht aufbegehren! Lass sie nicht mutlos werden, sondern an der Hoffnung festhalten, dass dein Reich, dein Recht schon unter uns und durch uns anbricht.

Danke, Gott, dass wir Sprache haben,

den Schmerz zu beklagen, das Notwendige zu erbitten
und auch vom Schönen zu schwärmen.
Danke, dass wir nicht beredt sein müssen, nicht wort-gewaltig
und laut, dass du hörst –
auch unsere gestammelten und geflüsterten Gebete.
Wir bitten dich, Gott:
Gib – auch durch uns! –
den Benachteiligten deine Gerechtigkeit,
den Stummgemachten deine Stimme,
den Engstirnigen deine Weite.
den Mutlosen deine Stärke,
den Mächtigen deine Weisheit,
den Gereizten deine Stille,
den Flüchtenden deinen Schutz.
Und wir bitten: Unser Gebet sei mehr als Wunschkonzert,
Tradition und Denkleistung – es sei erfüllt mit uns selber!
Mache unser Gebet stark und uns selber lebendig!

Gemeinam beten wir zu dir:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde 27.04.2020

Afghanistan ist nicht sicher.

Seit über 40 Jahren zerstören Krieg und Terror dieses Land, indem die Müttersterblichkeit immer noch zu einer der Höchsten dieser Erde zählt. 2018 litten 2/3 der Provinzen Afghanistans unter den Folgen der schlimmsten Dürre seit über acht Jahren. 2019 sorgten dann gewaltige Überschwemmungen für weitere Ernteausfälle. In einem Land, indem die meisten Menschen von der Landwirtschaft leben, ist das eine Katastrophe und sorgt dafür, dass Menschen nicht nur aufgrund andauernder Kampfhandlungen ihre Dörfer und Distrikte verlassen müssen. Richterinnen und Richter an den österreichischen Asylgerichten sind der Überzeugung, dass sich  junge afghanische Männer, die abgeschoben werden, in den Städten Kabul, Herat oder Mazar-i-sharif leicht eine neue Existenz aufbauen können. Warum siedeln sich nicht die vielen binnenvertrieben Afghaninnen und Afghanen dort an, wenn es so einfach möglich wäre?

Abschiebungen in derartig von Krieg, Terror und Naturkatastrophen zerstörte Länder erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein Armutszeugnis für unser Land.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir glauben an deine Gerechtigkeit.  Und wir glauben an Jesus Christus, deinen Sohn, der sich für die Schwachen, am Rand der Gesellschaft Stehenden, für Verfolgte und Andersdenkende eingesetzt hat. Wir erwarten, dass unsere Kirchen dieser Botschaft folgen und ihre Praxis danach ausrichten. Wir erwarten das auch von Menschen in Politik und Wirtschaft, die vorgeben christlichen Werten zu folgen. Statte sie aus mit der Sensibilität andere wahrzunehmen, damit sie sich nicht selbst zu sehr aufspielen und andere Menschen einschüchtern, verunsichern oder sogar ihrer Zukunftsperspektiven berauben. Rüste uns aus mit der Unbeirrbarkeit für die Opfer von leichtfertig ausgestellten negativen Asylbescheiden einzustehen, unsere Stimmen zu erheben und darauf hinzuweisen.

Wir hoffen und bitten dich darum, dass dein Geist unser Engagement für mehr Gerechtigkeit stärkt und unterstützt. Erhalte uns die Unfähigkeit uns an Unmenschlichkeit zu gewöhnen.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir glauben an deine Gerechtigkeit. Und wir glauben, dass dein Sohn Jesus Christus uns gezeigt hat, wie wir Gerechtigkeit leben können. Wir erwarten, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Lebensgeschichte ein menschenwürdiges Leben gestalten dürfen. Wir sind der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt der Asylverfahren stehen sollte. Darum bitten wir dich, dass Geflüchtete gerechte Verfahren erhalten, in denen sie eine Chance haben gehört zu werden, ihre Berichte nicht von Vorneherein als unglaubwürdig abgestempelt werden und ein Urteil nicht bereits vor der Einvernahme so gut wie feststeht.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung.

wir glauben an deine Gerechtigkeit und daran, dass es sich lohnt sich dafür einzusetzen. Lass uns auch weiterhin nicht gleichgültig bleiben, wenn die Mächtigen sich vergessen und die Ohnmächtigen vergessen werden. Lass uns dazu beitragen, dass Menschlichkeit, Respekt und Verantwortung für einander sich in unserer Gesellschaft ausbreiten, wie die Glut eines Feuers, an dem sich alle Menschen wärmen können.

Gemeinam beten wir zu dir:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde 20.04.2020

Abschiebungen finden zur Zeit nicht statt, aber rechtskräftig negative Bescheide werden weiterhin ausgestellt und versendet.

Auch in andere Länder, aus denen Geflüchtete hierherkommen, wird momentan nicht abgeschoben. Es dürfte aber auch ausgesprochen schwierig sein, Heimreisezertifikate für Menschen über die eine Rückkehrentscheidung erlassen wurde ausgestellt zu bekommen. Denn das Coronavirus ist auf dem Vormarsch und stoppt auch nicht vor Ländern in denen Terror, Krieg und Armut herrschen. Und in den Herkunftsländern ist die Angst vor Personen, die aus Europa abgeschoben werden besonders groß. Sie könnten das Virus mitbringen. Extreme soziale Distanzierung ist die Folge. Für die Afghaninnen und Afghanen und andere, über die hier in Österreich eine Rückkehrentscheidung erlassen wurde bedeutet die Aussetzung der Abschiebung aber keine Sicherheit. Die Aussetzung ist nicht verbunden mit einem Aufenthaltstitel, sie bedeutet nur noch längeres Warten und noch größere Verunsicherung. Menschenwürde ist eng verbunden mit dem Bedürfnis in Sicherheit leben zu dürfen. Mit einem Leben im Wartezustand ist das kaum zu vereinbaren.

Abschiebungen finden zur Zeit nicht statt, aber rechtskräftig negative Bescheide werden weiterhin ausgestellt und versendet. Auch die Höchstgerichte sind nicht untätig, sondern bestätigen, vor allem für junge alleinstehende Afghanen, die negativen Entscheidungen des BVwG. Das Argument scheint immer zu sein: Afghanistan ist sicher. Man(n) kann dorthin zurückkehren, wenn vielleicht nicht in die Heimatregion, dann doch in die „sicheren“ Städte Kabul, Herat, Mazar-i-Sharif. Diese Entscheidungen betreffen übrigens nicht nur Afghanen, die bisher, seit drei vier, fünf Jahren im Asylverfahren waren, sondern ebenso Menschen, die vor acht Jahren, neun, zehn oder sogar noch mehr Jahren subsidiären Schutz in Österreich erhielten. Subsidiärer Schutz wurde in Österreich gewährt, wenn die Asylbehörden davon ausgingen, dass dem Leben eines Menschen in der Heimat „ernsthafter Schaden“ droht. Nun wird dieser Schutz für Afghaninnen und Afghanen nicht mehr verlängert. Afghanistan ist ja sicher. Auch für Menschen, denen vor vielen Jahren subsidiärer Schutz gewährt wurde und die diesen Schutz verlängern konnten, werden nun Rückkehrentscheidungen getroffen. Selbst dann, wenn sie in Österreich integriert sind, die Sprache gelernt haben, einer Arbeit nachgehen und eine eigene Wohnung finanzieren.

Die Verunsicherung der Afghaninnen und Afghanen ist groß. Wie wird sich ihre Zukunft entwickeln? Gibt es in Österreich überhaupt eine für sie? Afghanistan, das ist für die Allermeisten klar, ist keine Alternative. Ein Land, dass immer noch von Terror, Krieg, Korruption, Willkür und dem täglichen Kampf ums Überleben geprägt ist. Die Corona Pandemie, die auch vor diesem, einem der ärmsten Länder der Welt, nicht Halt macht, treibt die Verunsicherung und die Angst auf die Spitze. Es gibt viele Afghanen, die jahrelang unter uns in Österreich gelebt haben, mit denen wir freundschaftlich verbunden sind, die nun ihr Glück in einem anderen (europäischen) Land suchen. Ist es das, was die österreichische Regierung erreichen will? Erreicht hat?

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir sind ratlos, fühlen uns ohnmächtig und wollen doch nicht aufhören, dafür zu kämpfen, das geflüchtete Menschen in Österreich Asyl erhalten und eine Perspektive für ihre Zukunft bekommen.
In unserer Ratlosigkeit, mit unserer Ohnmacht kommen wir zu dir.
Zu dir beten wir:

Du bist das Leben, du willst das Leben. Dein Sohn Jesus Christus ist auferstanden, weil du dem Tod die Macht genommen hast.

Doch wir erleben, wie der Tod in vielfältiger Weise noch um uns greift, leichtfertig in Kauf genommen von Politik und Regierenden. Zukunftspläne von Menschen, die niemals grundlos und unüberlegt ihr Herkunftsland verlassen mussten, werden vernichtet, ihre Hoffnung gelähmt.

Wir bitten dich, halte unsere Augen wach, damit sie die tiefe Not von Menschen wahrnehmen. Lass uns hinschauen in unsere Flüchtlingsunterkünfte, an die Asylgerichte, die Beratungseinrichtungen. Aber auch nach Moria, Lesbos, das Mittelmeer.
Erfrische unsere Gedanken, damit sie nicht aufhören Ideen für ein gerechtes Miteinander und Linderung von Not zu denken. Lass sie übersprudeln in verstaubte Regierungen, verstockte Regierungsprogramme und steinharte Regierungsköpfe.
Öffne unseren Mund, damit er nicht verstummt gegenüber Intoleranz, Gleichgültigkeit und Unbarmherzigkeit. Lass uns lautstark dafür eintreten, dass die Rechte derer, die verstummt, mundtot und resigniert sind genauso gewahrt werden, wie die der Vorlauten und Ungehobelten.
Lehre uns – in aller Unsicherheit unserer eigenen Nöte – Großzügigkeit. Eine Großzügigkeit, die Fremde nicht ausgrenzt, sondern teilhaben läßt, weil wir erkennen, dass Vielfalt uns alle bereichert. Lass uns gerade dann in dieser Großzügigkeit leben, wenn Engstirnigkeit und soziale Kälte erlebbarer zu sein scheinen.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung.

Du bist das Leben. Du willst das Leben. Vor dir sind alle Menschen gleich. Dafür danken wir dir.
Wir glauben mit Gewissheit, dass du mitten unter uns bist, wenn wir unsere Ängste, unsere Stärken, unsere Bedürftigkeit, unser Glück und unsere Liebe miteinander teilen. In diesem Glauben wollen wir durch die neubegonnene Woche gehen, Herausforderungen annehmen und eintreten für alles, was dem Leben dient. Begleite du uns dabei mit deinem Segen.

Wir beten zu dir, wie Jesus Christus uns es gelehrt hat:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde 06.04.2020

Die Abschiebungen nach Afghanistan sind von der österreichischen Regierung zurzeit ausgesetzt.

Auch in andere Länder, aus denen Geflüchtete hierherkommen, wird momentan nicht abgeschoben. Es dürfte aber auch ausgesprochen schwierig sein, Heimreisezertifikate für Menschen über die eine Rückkehrentscheidung erlassen wurde ausgestellt zu bekommen. Denn das Coronavirus ist auf dem Vormarsch und stoppt auch nicht vor Ländern in denen Terror, Krieg und Armut herrschen. Und in den Herkunftsländern ist die Angst vor Personen, die aus Europa abgeschoben werden besonders groß. Sie könnten das Virus mitbringen. Extreme soziale Distanzierung ist die Folge. Für die Afghaninnen und Afghanen und andere, über die hier in Österreich eine Rückkehrentscheidung erlassen wurde bedeutet die Aussetzung der Abschiebung aber keine Sicherheit. Die Aussetzung ist nicht verbunden mit einem Aufenthaltstitel, sie bedeutet nur noch längeres Warten und noch größere Verunsicherung. Menschenwürde ist eng verbunden mit dem Bedürfnis in Sicherheit leben zu dürfen. Mit einem Leben im Wartezustand ist das kaum zu vereinbaren.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir leben aus deiner Zusage, dass jeder Mensch kostbar ist. Aber wir erleben immer wieder Menschenverachtung und Intoleranz. Hilf uns nicht müde zu werden, für die Wahrung von Würde, Achtung und Respekt einzutreten, auch wenn die Zeiten dafür im Moment schwierig scheinen. Wir wollen es nicht zulassen, dass Menschen unter uns, die schon einmal alles zurücklassen mussten, verunsichert, mit Angst vor der Zukunft unter uns leben müssen. Darum bitten wir dich, dass du die Herzen derjenigen öffnest, die sie vor der Not anderer verschließen möchten, weil sie eine andere Hautfarbe, eine andere Religion, eine andere Nationalität haben oder schlichtweg nicht von hier sind.

Dein Sohn Jesus Christus hat uns ein friedfertiges, wertschätzendes Leben vorgelebt. Wir in Österreich und Europa nennen uns „christliches Abendland“ und doch werden „Fremde“ ausgegrenzt und das Leben anderer geringgeschätzt. Gib uns Mut Verantwortung füreinander über Grenzen hinweg wahrzunehmen und umzusetzen. Ermutige uns immer wieder furchtlos klare Position zu beziehen, auch wenn uns schon lange niemand mehr hören will. Wir wollen nicht zusehen, wie Menschen an den Grenzen Europas unter schlimmsten, entwürdigenden Bedingungen leben müssen, weil unsere Regierungen nicht zum Handeln bereit sind. Rüste uns aus mit Langmut und Beharrlichkeit, damit wir ihnen weiter in den Ohren liegen.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

für uns bist du der einzige HERR auf dieser Welt. Aber wir erleben, wie Menschen bereit sind sich einem Führerprinzip zu unterwerfen. Gib, dass wir couragiert gegen jede Herrschaftsideologie auftreten, damit Menschen nicht gedankenlos einem Führerprinzip hinterherlaufen. Hilf uns ehrlich zu argumentieren, Fakten aufzuzeigen und aussichtlose Streitereien zu vermeiden.

Mach uns stark dafür weiterhin in deiner Nachfolge zu leben und unbeirrt für Nächstenliebe einzutreten. Lass uns Stimme für die Schwachen sein, Trost für die Verängstigten und Schirm für die Schutzsuchenden.

Und wir bitten dich: Unser Gebet sei mehr als Wunschkonzert,
Tradition und Denkleistung – es sei erfüllt mit uns selber!
Lege uns in der Stille Worte in den Mund, die über das
hinausreichen, was erreichbar ist!
Mache unser Gebet stark und uns selber lebendig!


Wir beten zu dir, wie Jesus Christus uns es gelehrt hat:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde 30.03.2020

Trotz Corona Pandemie finden die Behörden Zeit negative Asylbescheide zu versenden.

In einer Zeit also, in der es eigentlich darum gehen sollte, Menschen nicht noch mehr Ängsten auszusetzen und sie nicht noch mehr zu verunsichern. In einer Zeit, in der eigentlich Solidarität und die Wahrnehmung des Sicherheitsbedürfnisses aller, die in Österreich leben groß geschrieben werden sollte.

Von negativen Entscheidungen in 2. oder sogar 3. Instanz sind fast alle jungen, so genannten „alleinstehenden“ Männer aus Afghanistan betroffen. Alle, beinahe ausnahmslos mit dem Argument, dass sie in der Lage seien sich in Afghanistan eine neue Existenz aufzubauen. Egal, wie lange sie schon aus Afghanistan weg sind oder ob sie das Land überhaupt je mit dem Bewusstsein eines Erwachsenen gesehen haben. Dass sie hier in Österreich sehr oft, sehr gut „integriert“ sind, spielt keine Rolle.

Wir in Österreich erleben im Moment gerade selbst, wie wichtig Solidarität und Netzwerke sind. Wie kann jemand ein funktionierendes Netzwerk haben, wenn er abgeschoben wird in ein Land, das er jahrelang, jahrzehntelang nicht gesehen hat? Wie soll jemand der abgeschoben wird auf unterstützende Solidarität hoffen können in einem Land, in dem fast die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt und in dem Terroranschläge sowie Mord und Totschlag zum Alltag gehören?

Von was soll sich jemand in einem Land, in dem schon vor der Corona Pandemie über 9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen waren eine Existenz aufbauen können?

Afghanistan ist nicht sicher! Und kann schon gar nicht den Existenzaufbau sichern!

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,
wir beten zu dir, weil wir wissen, dass dir das Schicksal eines Menschen nicht egal ist.
Wir beten zu dir, weil wir glauben, was dein Sohn Jesus gelebt und gepredigt hat: Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Respekt vor dem Leben.
Wir beten zu dir, weil wir hoffen, dass du für Einsicht sorgen kannst in Köpfen von Menschen, die über die Schicksale anderer entscheiden. Lass dort in diesen Köpfen Platz sein für Respekt vor der Würde jedes Menschen,
für den Willen Fakten und Argumente, die nicht die eigene Meinung bestärken ernst zu nehmen,
für die Offenheit unvoreingenommen zuhören zu wollen,
und nicht zuletzt für die Erkenntnis, dass getroffene Entscheidungen immer weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen haben.
Wir beten zu dir, weil wir uns ohnmächtig fühlen, überfordert, zu oft einfach nur traurig.

Sei du unser Rückenwind, wenn uns der Gegenwind die Kraft raubt,
sei du unser Licht auf dem Weg, wenn die Dunkelheit uns zu lähmen droht,
sei du unsere Stimme dort, wo uns unsere Worte ausgehen.

Wir bitten dich, Gott:
Gib – auch durch uns! –
den Benachteiligten deine Gerechtigkeit,
den Stummgemachten deine Stimme,
den Engstirnigen deine Weite.
den Mutlosen deine Stärke,
den Mächtigen deine Weisheit,
den Gereizten deine Ruhe,
den Flüchtenden deinen Schutz.


Wir beten zu dir, wie Jesus Christus uns es gelehrt hat:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gebet für Freiheit und Würde

In Zeiten der Corona Virus Erkrankungen können wir uns nicht versammeln, um montags gemeinsam vor der Spitalskirche in Innsbruck für Freiheit und Würde zu beten.

Beten können wir aber trotzdem. Jede und jeder zu seiner Zeit oder auch – wie gewohnt – montags von 17.30 bis 18 Uhr. Ein Gebet, unsere Gebetsanliegen finden Sie/findet ihr nun jeden Montag hier bei uns auf der Homepage.
Bleiben wir dran, treffen wir uns im Gebet, bleiben wir verbunden durch die Kraft Gottes und werden wir nicht müde uns im Sinne Jesu für Menschen einzusetzen, deren Freiheit und Würde in Gefahr ist.

Afghanistan ist nicht sicher! Sowieso nicht, auch ohne Corona Pandemie. Aber auch dort verbreitet sich inzwischen das Virus. Zum ohnehin schwierigen Leben der Menschen in Afghanistan kommt nun noch eine weitere ernstzunehmende Bedrohung hinzu. Die Lebensmittelpreise explodieren. Das sowieso kaum vorhandene Gesundheitssystem ist gar nicht in der Lage zusätzliche Erkrankungen fachgerecht und ausreichend zu behandeln. In den Kabuler Krankenhäusern gibt es vier Intensivbetten, in denen am Corona Virus Erkrankte beatmet werden könnten. Regierung und Taliban versprechen den Afghaninnen und Afghanen jeweils Hilfe und Unterstützung. Aber wem können die Menschen in einem Land des Terrors, der Spaltung, der Korruption wirklich trauen?

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir brauchen dich! Wir brauchen dein Wort in den Ohren unserer Regierungsverantwortlichen in Österreich, in anderen Europäischen Staaten. Gib ihnen die Einsicht, dass Abschiebungen nach Afghanistan und überhaupt in Länder, in denen die Auswirkungen einer Corona Pandemie noch unüberschaubarer sind, als bei uns, Verantwortungslosigkeit signalisieren und deswegen gestoppt werden müssen.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,

wir brauchen dich! Wir brauchen dich, weil wir oft uns oft ohnmächtig fühlen. Steh du den Menschen bei, die in unserem Land in Unsicherheit leben. Weil ihr Aufenthalt bedroht ist, weil ihr Asylverfahren negativ zu enden droht, weil ihnen ein Dach über dem Kopf fehlt, weil sie ihre Arbeit verloren haben, weil die gegenwärtige Situation ihnen Angst macht. Segne uns mit dem Mut ihnen zu begegnen und sie in ihrer Not, ihrer Trauer und ihren Ängsten wahr- und anzunehmen.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,
wir brauchen dich! Wir brauchen dich, für die vielen Menschen deren Flucht noch nicht zu Ende gegangen ist. Für die, die zum Teil an den Grenzen Europas ausharren müssen. Sei du bei ihnen auf ihrer verzweifelten Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben können, an dem ihre Würde bewahrt wird und ihre Kinder eine Zukunft haben. Schenke ihnen die Gewissheit, dass du niemanden verloren geben willst und auch ihr Leben dir wichtig ist.

Gott, du Schöpfer der Zukunft und der Hoffnung,
wir brauchen dich. Wir brauchen dich auch für uns, damit wir die Sorge um unsere Gesundheit, um unsere Zukunft, um unsere Gesellschaft mit jemanden teilen können, dem wir nicht egal sind. Wir bitten dich, lass uns trotz unserer eigenen Ängste nicht diejenigen vergessen, die unsere Unterstützung bitter nötig haben. Hilf uns in deiner Nachfolge den Vertriebenen und Verlorenen beizustehen, dass sie eine Chance erhalten ihr Leben zu gestalten. Segne unser Handeln, unsere Worte, unsere Gedanken und verbinde unsere Herzen mit denen, die dir am Herzen liegen.

Wir beten zu dir, wie Jesus Christus uns es gelehrt hat:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Unterstützung für Ehrenamtliche in der Arbeit mit geflüchteten Menschen

„Schütze die Gejagten, verbirg die Flüchtlinge! Breite deinen Schatten über sie, mach für sie den hellen Tag zur schützenden Nacht“ (Jesaja 16,3)

Wenn Menschen auf ihrer Flucht vor Verfolgung, Krieg und Terror in Österreich Schutz suchen, setzen sich ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Tiroler und Salzburger Pfarrgemeinden schon seit Jahren für sie ein. In der Nachfolge Jesu Christi gehört die gastliche Aufnahme Schutzsuchender zum Grundauftrag christlicher Gemeinden.

Das Engagement für Geflüchtete ist sowohl bereichernd als auch herausfordernd. Es benötigt Wissen in vielfältigen Bereichen, Information, Vernetzung, Geduld und Herz.

Die Evangelische Fachstelle Ehrenamt für Flüchtlinge (EFEF Tirol) unterstützt, berät und begleitet die Pfarrgemeinden im Tiroler Teil der Diözese seit 2015 in dieser Tätigkeit.

Unter der Leitung von Dipl. Gem.päd Jutta Reuner sorgt sie für Beratung, Schulung, Vernetzung und seelsorgerliche Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist ebenso aktiv in der (Mit-) Gestaltung von Gottesdiensten, Projekten, Seminaren und Veranstaltungen zum Thema „Flucht und Asyl“ als auch bei der Planung und Durchführung von Tauf- bzw. Glaubenskursen für interessierte Menschen mit Fluchterfahrung. Außerdem arbeitet sie mit örtlichen Fachdiensten für Integration/Migration, mit Flüchtlingseinrichtungen, Behörden und Beratungseinrichtungen zusammen. Sie steht in enger Verbindung mit dem Diakonie Flüchtlingsdienst in Tirol und bietet Vernetzung zu anderen Organisationen, Vereinen, diakonischen und caritativen Einrichtungen im Bereich „Flucht und Asyl“.

Wenn Sie Fragen haben oder sich engagieren möchten, wenden Sie sich bitte an:

EFEF Tirol
(Evangelische Fachstelle Ehrenamt für Flüchtlinge Tirol)
Dipl. Gem.päd. Jutta Reuner
Rennweg 13
6020 Innsbruck
0699-18877574
j.reuner@evang.at

Für die Wahrung des Menschenrechtes auf Asyl – Resolution der Generalsynode

Die Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich hat am 7. Dezember 2019 in St. Pölten eine Resoution betreffend die religiöse Verfolgung aufgrund von Konversion zum Christentum als Asylgrund, staatliche Einmischung in innere Angelegenheiten der Evangelischen Kirche und weitere Fragen zur Wahrung des Menschenrechts auf Asyl einstimmig beschlossen. Anlass ist die große Besorgnis über die Entscheidungspraxis österreichischer Asylistanzen, welche zunehmend die Konversion von Asylwerberinnen und Asylwerbern zum Christentum nicht anerkennen. Folge davon ist drohende Abschiebung und damit eine besondere Gefährdung dieser Asylwerber.
In der Resolution heißt es:

“Die Generalsynode fordert Behörde und Gericht auf, ausgestellte Taufscheine oder Mitgliedschaftsbestätigungen (bei Übertritt von einer anderen christlichen Konfession), Bestätigungen über den Besuch des Taufunterrichts, seelsorgliche Gutachten und Zeugenaussagen von PfarrerInnen als voll gültige Bestätigungen einer aufrichtigen Konversion anzuerkennen und als Beweismittel zu würdigen.”

Der Beschluss dieser Resolution erfolgte im Anschluss an die 30-Jahr-Feier des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Anwesenheit von Mitarbeiterinnen der ersten Stunde, allen voran Pfarrerin Christine Hubka und Dr. Gertrude Hennefeld.

Resolution der Generalsynode zu Asyl und Konversion

Chalupka und Bedford-Strohm verurteilen Glaubensprüfungen bei Asylsuchenden

Bischöfe aus Österreich und Bayern orten Einmischung in Angelegenheiten der Kirchen

Bamberg/Wien (epdÖ) – Seine Besorgnis darüber, dass asylsuchenden Konvertiten in Österreich vermehrt die Glaubwürdigkeit des Glaubensübertritts abgesprochen wird, hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka zum Ausdruck gebracht. Vor den Mitgliedern der Synode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) kritisierte Chalupka am Montag, 25. November, in Bamberg die Praxis von „Glaubensprüfungen“ und die Unterstellung von „Scheinkonversionen“ in Asylbescheiden:

„Damit wird entweder das einer Zulassung zur Taufe zugrundeliegende Urteil des jeweiligen Pfarrers oder der jeweiligen Pfarrerin als nicht relevant abgewiesen. Oder aber es wird insinuiert, der Pfarrer oder die Pfarrerin hätte an der unterstellten ‚Scheinkonversion‘ mitgewirkt“,

Dadurch würden die geistlichen Amtsträgerinnen und Amtsträger „in Misskredit gebracht“. Die Evangelische Kirche A. und H.B. in Österreich jedenfalls lehne „sowohl die Durchführung von Glaubensprüfungen als auch die Beurteilung der Aufrichtigkeit der inneren Überzeugung von Konvertiten durch Behörde oder Gericht als staatliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Kirche ab“. Chalupka war als Vertreter der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich zur Herbsttagung der Synode der bayrischen Landeskirche nach Bamberg eingeladen worden.

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Veranstaltungen

Gebet für Freiheit und Würde – Abschiebungen nach Afghanistan?

Afghanistan ist eines der unsichersten und ärmsten Länder der
Welt. Seit über vierzig Jahren zerreißen kriegerische
Auseinandersetzungen den Staat und die Gesellschaft. Auch der
Westen trägt für die Befeuerung des Krieges Verantwortung.
Millionen von Afghaninnen und Afghanen mussten in den letzten
Jahrzehnten ihre Heimat verlassen. Nur ein Bruchteil der
Vertriebenen kam und kommt nach Europa, die meisten bleiben
in den Nachbarländern Iran und Pakistan. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Staaten schiebt Österreich nach wie vor
Schutzsuchende nach Afghanistan ab.
Abschiebungen in derartig von Krieg und Terror zerstörte Länder
erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein
Armutszeugnis für unser Land.
Mit unserem Gebet möchten wir ein öffentliches Zeichen für
Freiheit und Würde setzen sowie unsere Ohnmacht und Sorge um
Menschen vor Gott bringen.

Zur Zeit können wir zum Beten nicht nahe beieinander sein. Beten wir es aber dennoch gemeinsam – jede und jeder an ihrem oder seinem Ort.

Gebet für Freiheit und Würde – Abschiebungen nach Afghanistan?

Afghanistan ist eines der unsichersten und ärmsten Länder der
Welt. Seit über vierzig Jahren zerreißen kriegerische
Auseinandersetzungen den Staat und die Gesellschaft. Auch der
Westen trägt für die Befeuerung des Krieges Verantwortung.
Millionen von Afghaninnen und Afghanen mussten in den letzten
Jahrzehnten ihre Heimat verlassen. Nur ein Bruchteil der
Vertriebenen kam und kommt nach Europa, die meisten bleiben
in den Nachbarländern Iran und Pakistan. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Staaten schiebt Österreich nach wie vor
Schutzsuchende nach Afghanistan ab.
Abschiebungen in derartig von Krieg und Terror zerstörte Länder
erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein
Armutszeugnis für unser Land.
Mit unserem Gebet möchten wir ein öffentliches Zeichen für
Freiheit und Würde setzen sowie unsere Ohnmacht und Sorge um
Menschen vor Gott bringen.

Zur Zeit können wir zum Beten nicht nahe beieinander sein. Beten wir es aber dennoch gemeinsam – jede und jeder an ihrem oder seinem Ort.

Gebet für Freiheit und Würde – Abschiebungen nach Afghanistan?

Afghanistan ist eines der unsichersten und ärmsten Länder der
Welt. Seit über vierzig Jahren zerreißen kriegerische
Auseinandersetzungen den Staat und die Gesellschaft. Auch der
Westen trägt für die Befeuerung des Krieges Verantwortung.
Millionen von Afghaninnen und Afghanen mussten in den letzten
Jahrzehnten ihre Heimat verlassen. Nur ein Bruchteil der
Vertriebenen kam und kommt nach Europa, die meisten bleiben
in den Nachbarländern Iran und Pakistan. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Staaten schiebt Österreich nach wie vor
Schutzsuchende nach Afghanistan ab.
Abschiebungen in derartig von Krieg und Terror zerstörte Länder
erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein
Armutszeugnis für unser Land.
Mit unserem Gebet möchten wir ein öffentliches Zeichen für
Freiheit und Würde setzen sowie unsere Ohnmacht und Sorge um
Menschen vor Gott bringen.

Zur Zeit können wir zum Beten nicht nahe beieinander sein. Beten wir es aber dennoch gemeinsam – jede und jeder an ihrem oder seinem Ort.

Gebet für Freiheit und Würde – Abschiebungen nach Afghanistan?

Afghanistan ist eines der unsichersten und ärmsten Länder der
Welt. Seit über vierzig Jahren zerreißen kriegerische
Auseinandersetzungen den Staat und die Gesellschaft. Auch der
Westen trägt für die Befeuerung des Krieges Verantwortung.
Millionen von Afghaninnen und Afghanen mussten in den letzten
Jahrzehnten ihre Heimat verlassen. Nur ein Bruchteil der
Vertriebenen kam und kommt nach Europa, die meisten bleiben
in den Nachbarländern Iran und Pakistan. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Staaten schiebt Österreich nach wie vor
Schutzsuchende nach Afghanistan ab.
Abschiebungen in derartig von Krieg und Terror zerstörte Länder
erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein
Armutszeugnis für unser Land.
Mit unserem Gebet möchten wir ein öffentliches Zeichen für
Freiheit und Würde setzen sowie unsere Ohnmacht und Sorge um
Menschen vor Gott bringen.

Zur Zeit können wir zum Beten nicht nahe beieinander sein. Beten wir es aber dennoch gemeinsam – jede und jeder an ihrem oder seinem Ort.

Gebet für Freiheit und Würde – Abschiebungen nach Afghanistan?

Afghanistan ist eines der unsichersten und ärmsten Länder der
Welt. Seit über vierzig Jahren zerreißen kriegerische
Auseinandersetzungen den Staat und die Gesellschaft. Auch der
Westen trägt für die Befeuerung des Krieges Verantwortung.
Millionen von Afghaninnen und Afghanen mussten in den letzten
Jahrzehnten ihre Heimat verlassen. Nur ein Bruchteil der
Vertriebenen kam und kommt nach Europa, die meisten bleiben
in den Nachbarländern Iran und Pakistan. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Staaten schiebt Österreich nach wie vor
Schutzsuchende nach Afghanistan ab.
Abschiebungen in derartig von Krieg und Terror zerstörte Länder
erachten wir als menschenrechtswidrig und als ein
Armutszeugnis für unser Land.
Mit unserem Gebet möchten wir ein öffentliches Zeichen für
Freiheit und Würde setzen sowie unsere Ohnmacht und Sorge um
Menschen vor Gott bringen.

Zur Zeit können wir zum Beten nicht nahe beieinander sein. Beten wir es aber dennoch gemeinsam – jede und jeder an ihrem oder seinem Ort.