Superintendent

Mag. Olivier Dantine

Olivier Dantine stammt aus Wien, er studierte evangelischen Fachtheologie in Wien, Berlin und Jerusalem. Von 1999 bis 2001 war er Lehrvikar in Großpetersdorf, 2001 bis 2002 Pfarramtskandidat in Bruck an der Mur, seit 2002 Pfarrer in Großpetersdorf. Der 2006 in die Synode gewählte Theologe engagiert sich besonders im christlich-jüdischen Dialog sowie in den Bereichen Religionsunterricht, ökumenische Ehevorbereitung, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Die Synode wählte ihn 2006 in den theologischen und religionspädagogischen Ausschuss. 2010 nahm Dantine am europäisch-ökumenischen Studienkurs in Josefstal (Bayern) teil.
Sein Elternhaus, die Arbeit mit biblischen Texten, die Beschäftigung mit dem Judentum und neuerdings mit dem Islam seien prägend für seine Ausbildung und bisherige Berufstätigkeit als Pfarrer gewesen. Dantine ist verheiratet, seine Frau ist ebenfalls Pfarrerin und hat einen Sohn.
Olivier Dantine wurde im ersten Wahlgang am 12. November 2011 in Salzburg zum Nachfolger von Superintendentin Luise Müller gewählt, die Ende August 2012 in den Ruhestand trat.
Das Wirken der Kirche, so Dantine, werde "am Deutlichsten in der Diakonie, die auf zwei Beinen steht: die institutionalisierte und die, die in den Gemeinden verwurzelt ist." Beides sollte miteinander verbunden werden, wie dies etwa in der Flüchtlingshilfe in Innsbruck bereits geschehe. Wichtig ist dem Theologen die Vernetzung von Pfarrgemeinden, "nicht jede Pfarrgemeinde muss nicht immer alles selber machen". Obwohl Kirche ökonomisch denken müsse, dürfe die Ökonomie die Kirche nicht bestimmen.
Ökumene bezeichnete Olivier Dantine im ausführlichen Hearing, das der Wahl vorausgegangen war, als Grundaufgabe der Kirche: "Jede Konfession weist über sich hinaus auf Christus, schon allein deswegen ist Ökumene wichtig. Ökumene bedeutet, von einem selbstbewussten Standpunkt das Gespräch suchen, aber auch das Gemeinsame zu suchen um in gesellschaftlichen Anliegen gemeinsam gehört zu werden." Immer wichtiger würden auch die interreligiösen Kontakte. Der Antisemitismus sei "noch lange nicht überwunden", bei der Islamfeindlichkeit müsse die Kirche "einen Gegenpol bilden", forderte der neu gewählte Superintendent.

Evangelische Superintendentur Salzburg-Tirol

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