Diözesanprojekt AFESIP Fair Fashion
Selbstbestimmtes Leben für missbrauchte Frauen

Das Ziel von AFESIP Fair Fashion ist die Stärkung von jungen Frauen, die Opfer von sexueller Sklaverei geworden sind. Die Mädchen, die in diesem Projekt aufgenommen wurden, haben die schlimmsten Erfahrungen bereits hinter sich. Nachdem sie den Zuhältern und Menschenhändlern entkommen sind, sollen die jungen Frauen nun über ihr Leben selbst entscheiden und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen.
Spendenkonto AFESIP, RLB Tirol, BLZ 36000, Kontonr. 200.563.650

AFESIP Fair Fashion - Social Enterprise
AFF – Faire Mode AFESIP Fair Fashion -AFF- als Teil des AFESIP Reintegrationsprogramms, ist ein einkommenschaffendes Projekt, das die Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung dabei unterstützt, durch einen nachhaltigen Reintegrationsprozess zu einem normalen Leben innerhalb der Gesellschaft zurückzukehren, das auch ihre finanzielle Unabhängigkeit garantiert.
Vorrangig für AFESIP ist es, den Frauen beim Start in ein neues Leben zu helfen. Die Opfer von Menschenhandel haben auf Grund der sozialen Stigmatisierung sehr große Probleme bei der Reintegration in ihren jeweiligen Heimatgemeinden zu bewältigen. Außerdem müssen sie mit den eigenen emotionalen Wunden fertig werden. Zusätzlich zu den psychologischen und sozialen Schwierigkeiten müssen Opfer praktische, finanzielle Überlegungen anstellen, wie sie die Lebensgrundbedürfnisse zukünftig abdecken können.
Nach der Rehabilitierung bei AFESIP können Opfer entscheiden, ob sie ihr eigenes kleines Geschäft eröffnen oder anderswo Arbeit suchen möchten. Aus diesem Grund hat AFESIP einen eigenen Fair Trade Betrieb entwickelt, in dem für die ehemaligen Klientinnen nachhaltige Arbeitsplätze geboten werden. AFESIP faire Mode mit Gerechtigkeit, ein „Unternehmen für Integration mit einem sozialen Ziel”.
Unser Ziel ist, dass diese Frauen gerne Teil von AFF sind, weil sie einen Arbeitsplatz haben, der ihnen ein regelmäßiges und langfristiges Einkommen garantiert. Darum ist es unsere Mission, ihnen eine nachhaltige Arbeitsmöglichkeit zu bieten, indem wir langfristige Beziehungen zu unseren Kunden pflegen und regelmäßig Bestellungen erhalten, damit wir im Voraus planen und das Arbeitspensum über das Jahr hinweg gleichmäßig einteilen können.

Frauen Empowerment Unser oberstes Ziel ist die Stärkung von Frauen. Der Kernpunkt, der zur Verwundbarkeit der Opfer führt, ist ihre Armut. Darum ist die wirtschaftliche Stärkung der Frauen grundlegend, um ihren Zugang zu Produktionsmitteln und ihre Teilhabe am Entscheidungsprozess zu fördern.
Als Teil unseres Programms erhalten Arbeiterinnen:
- Eine nachhaltige Arbeitsmöglichkeit und ein regelmäßiges Einkommen.
- Sie haben Anteil an den Entscheidungsprozessen.
- Sie werden zu allen Zeiten über die Geschäftsergebnisse informiert.
- Zur Verbesserung ihrer Fertigkeiten erhalten sie im Rahmen der Ausbildung interne und externe Trainings im Schneiden, Nähen, Verpacken und in der Qualitätskontrolle.
- Life Skills Workshops zu Themen wie „Lernen nein zu sagen“ und Gesundheitsvorsorge.
- Teilnahme am betriebsinternen Sparprogramm.

Arbeitsbedingungen Unsere Arbeitsbedingungen können mit jenen der herkömmlichen Textilfabriken nicht verglichen werden:
- Sicherer und langfristiger Arbeitsplatz
- Gehälter: fixe und regelmäßige Gehälter, über 50% höher als die Durchschnittslöhne, monatlicher Bonus für regelmäßiges Kommen von 5$, 13 Monatsgehälter (halber Lohn zwei Mal pro Jahr), extra 10% für Arbeiterinnen in Phnom Penh wegen höherer Lebenskosten.
- Private Gesundheitsversicherung deckt auch Unfälle und Spitalaufenthalt.
- Interne Gesundheitsvorsorge deckt auch Zahn -und Augenarzt.
- Mutterschaftsurlaub von ein bis drei Monaten, nach dem Willen der Arbeiterin, plus ein volles Monatsgehalt.
- Im Fall von Hochzeiten: Extra 50$ für die außerordentlichen Ausgaben.
- Gute Arbeitsatmosphäre.
Momentan sind bei AFF in den beiden Werkstätten in Kampong Cham und Phnom Penh 33 Frauen angestellt. Die Zahl der Frauen, die mitmachen möchte, ist ständig steigend, da es, was Arbeitsbedingungen und Löhne betrifft, keinerlei vergleichbare Arbeitsmöglichkeiten in Kambodscha gibt.

AFESIP Fair Fashion Kambodscha AFESIP Fair Fashion existiert seit Feber 2003 um einerseits Frauen, die Überlebende von Menschenhandel sind und andererseits Frauen, die gefährdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden, zu helfen.
Wir haben 2 Werkstätten in Kambodscha. Die eine befindet sich im ländlichen Raum, in der Provinz Kompong Cham. Obwohl es auf Grund der Lage immer wieder Probleme mit der Logistik und der Kommunikation gibt, möchten wir an der Idee einer Entwicklung im ländlichen Raum festhalten, vor allem in Kambodscha, wo 85% der Bevölkerung auf dem Land leben. Der Mangel an ländlicher Entwicklung und die daraus resultierenden ärmlichen Lebensbedingungen in den Dörfern sind die Ursache dafür, dass Frauen von ihren Familien zum Einstieg in die Prostitution gezwungen werden. Außerdem kommen die meisten Frauen, die in diesem Projekt arbeiten ursprünglich aus dem ländlichen Raum, sodass es für sie der gewohnte Lebensraum ist, was die Chancen auf Reintegration erhöht.
Eine neue Werkstätte wurde im Juni 2005 in Phnom Penh eröffnet. Sie liegt in der Nähe des berühmten Russischen Marktes (Psar Toul Tompoung) und bietet den Frauen die Möglichkeit, in dem eher anonymen Umfeld der Stadt zu arbeiten und zu leben.
Im Mai 2005 wurde AFESIP Fair Fashion als soziales Unternehmen im Handelsministerium in Kambodscha registriert, um den nationalen Gesetzen zu entsprechen. AFF Kambodscha möchte weiterhin wachsen, mehr Jobs bieten und wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen.
Unsere Produkte Unsere zwei Werkstätten erzeugen qualitativ hochwertige Produkte nach den Fair Trade Grundsätzen. Es werden lokale Materialien wie handgewebte Seide und Baumwolle verwendet, was wiederum die Wertschöpfung im Land erhöht. Die Geschäftstätigkeit bleibt im Land der Produktion und trägt zur Entwicklung der lokalen Gemeinden bei. Alle unsere Produkte unterliegen einer Qualitätskontrolle.
Wir bieten zwei Produktlinien an: ´ • Klassische Kollektion: Basierend auf asiatischer Tradition, angepasst für westliche Märkte • Neue Kollektion: Wir haben eine Partnerschaft mit “Diseño para el Desarrollo”, einer spanischen NGO die kleine Produzenten im Süden mit modernem Design und Techniken unterstützt.

Unsere ethischen Grundsätze Heute gilt es in Entwicklungsländern, wie Kambodscha, größere Schwierigkeiten beim Empowerment von Frauen zu überwinden. Großer Druck entsteht durch die Globalisierung und den Wettbewerb auf den Märkten. Fair Trade ist ein Weg, Handelspartnerschaften, die auf Respekt und Würde basieren, zu fördern.
AFESIP Fair Fashion hat eigene Fair Trade Ethikgrundsätze erstellt, worin fairer Handel so definiert ist, dass er im Projekt und der lokalen Situation umsetzbar ist.
- Frei gewählte und regelmäßige Arbeit, die langfristig absichert
- Fachliche Ausbildung
- Sichere und hygienische Arbeitsbedingungen
- Keine gemeine oder unmenschliche Behandlung
- Gerechte Löhne
- Keine exzessiven Arbeitszeiten
- Keinerlei Diskriminierung
- Keinerlei Kinderarbeit
- Qualitätsprodukte
Kunden können betreffend Ursprung, Qualität und die guten Bedingungen, unter denen die Produkte gefertigt wurden, sicher sein. Die Arbeit von AFESIP Fair Fashion ist transparent und funktioniert nach den Fair Trade Grundsätzen. Jedes AFF Produkt hat zwei Marken eingenäht, die ausdrücken, dass dieses Produkt einen messbaren Einfluss auf die Arbeiterinnen hat, die es erzeugt haben, und dass sich ihre Lebensqualität verbessert und sie selbst gestärkt werden.
Anfragen bzw. nähere Infos zum Projekt bei:
Maga. Eva Dürr, Projektreferentin "Brot für Hungernde", mail: brot.projekte@evang.at |