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Schubhaftseelsorge

Die Seelsorger/innen unterstützen die Schubhäftlinge bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse in ihrem Ursprungsland, auf der Flucht und nicht zuletzt auch in Österreich.
Die Seelsorge an Menschen in Schubhaft wird in Salzburg ökumenisch betreut - von Seelsorger/innen der Altkatholischen, der Baptistischen, der Evangelischen, der Evangelisch-Methodistischen und der Römisch-katholischen Kirche.

  • Die Seelsorge erfolgt in Einzel- und Gruppengesprächen. Die Gespräche dienen vor allem der Aufarbeitung der leidvollen Geschehnisse im Ursprungsland, auf der Flucht und nicht zuletzt auch in Österreich.
  • Im Rahmen der Seelsorgearbeit werden auch Schriften und Texte besorgt und verteilt: Bibeln, Zeitschriften, Bücher in verschiedenen Sprachen, Sprachlernhilfen etc.
  • Gemeinsam mit Diakonie, Caritas und den Kirchen begleiten die Schubhaftseelsorger/innen kritisch die österreichische und europäische Asyl-, Flüchtlings- und Ausländerpolitik.

Eine große Schwierigkeit bei der Seelsorgearbeit ist die Überwindung der Sprachbarrieren - neben Englisch, Französisch und Spanisch wären auch Kenntnisse in Russisch, Georgisch, Moldavisch, Armenisch, Kroatisch, Serbisch, Albanisch, Persisch (Farsi), Türkisch, Kurdisch, Arabisch erforderlich. Übersetzungspersonal steht nicht zur Verfügung. Die Flüchtlinge helfen den Seelsorger/innen selber beim Übersetzen.

Die Seelsorger/innen arbeiten zusammen mit

  • mit dem Evangelischen Flüchtlingsdienst (efdö) und mit der Caritas
  • mit der Arbeitsgruppe Initiative Hoffnung konkret -  IHK, (efdö, Caritas, Seelsorger, Rechtsanwälte, VertreterInnen von Menschen-rechtsorganisationen, FlüchtlingsbetreuerInnen etc.)

Die Finanzierung der Schubhaftseelsorge erfolgt derzeit aus einer Diözesankollekte.

Kontakt
Dr. Julius Hanak, Militärsup. i. R.
Judenbergweg 9  
5020 Salzburg   
Tel + Fax:  0662/646020

Links:
http://fluechtlingsdienst.diakonie.at/
www.asyl.at mit umfassender Link-Liste