Krankenhausseelsorge
Wer schon im Krankenhaus gelegen ist, weiß, wie gut es tut, Besuch zu bekommen - zumindest meistens. Und manchmal möchte man auch mit jemand sprechen, dem oder der man unbesorgt Probleme anvertrauen kann. Im Krankenbett kommt einem ja manches zum Bewusstsein, was sonst vom Alltag verdeckt ist.
Evangelische Krankenhaus- und Geriatrieseelsorge
ist ein Angebot zur Begegnung und zur Lebensdeutung im Horizont christlichen Glaubens.
Sie bezieht sich auf die persönlichen, religiösen und kulturellen Ressourcen jener, die der Hilfe bedürfen und jener, die Sorge für sie tragen, geschieht im Respekt vor der Persönlichkeit, dem Glauben, der Spiritualität und der Weltanschauung jeder/jedes Einzelnen.
Sie steht auch jenen offen, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, arbeitet mit allen Berufsgruppen im Haus zum Wohl der Patientinnen und Patienten, nimmt den Menschen in seiner vielgestaltigen Einheit von Geist, Leib und Seele wahr und unterstützt die seelische Gesundung der Menschen.
Hauptamtliche und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger erfüllen besondere Qualifikationen: persönliche Eignung, theologische Kompetenz, eine Seelsorgeausbildung. Sie nehmen regelmäßig an Weiterbildung und Supervision teil.
Übrigens: Wenn Sie einem/einer Seelsorger/in sprechen wollen, sagen Sie es einfach Ihrem Pfarrer/Ihrer Pfarrerin oder Krankenschwester!
Krankheit / Heilung / Sterben in der heutigen Gesellschaft
(aus: Konzept des Ökumenischen Klinikseelsorgeteams der Uni-Klinik Innsbruck)
Gesundheit / Heilung
Unsere leistungsorientierte Gesellschaft, die Gesundheit als „höchstes Gut“ definiert, suggeriert uns, dass es möglich ist, bis ins hohe alter fit und attraktiv zu bleiben. Krankheit wird oft als Panne erlebt, die behoben werden muss und kann.
Schwerkranke Menschen fühlen sich deshalb oft minderwertig und vom Leben der Gesunden ausgeschlossen. Ihre gesunden Anteile, ihre geistig-menschlichen Qualitäten, ihre Lebenserfahrung spielen keine Rolle mehr.
Sterben und Tod werden aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt und dadurch umso tragischer erlebt.
Durch die Konzentration auf hochspezialisierte Behandlungsmethoden gerät die Gesamtsituation der Kranken aus dem Blick. „Heilung“ meint die Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit des erkrankten Körpers.
Diesem verengten Heilungsbegriff und dem dahinterliegenden Menschenbild stehen wir kritisch gegenüber. Wir sehen den Heilungsprozess als ganzheitliches Geschehen und vertreten einen Heilungsbegriff, der sich nicht nur auf die körperliche Funktionstüchtigkeit beschränkt. Es gilt, den Menschen in all seinen Lebensbezügen wahrzunehmen und zu unterstützen, und ihm die Zuneigung Gottes erfahrbar zu machen.
Sterben / Trauern
Die idealisierende Vorstellung vom würdevollen Sterben als bewusstes Abschiednehmen im Kreise von Angehörigen und Freunden wird nur selten Wirklichkeit. Viel eher wird das Sterben zu einem Kampf gegen die Krankheit und ihre Unannehmlichkeiten oft unter unmenschlichen äußeren Bedingungen.
Die Achtung vor dem Wert des Lebens prägt unsere Haltung der Solidarität mit dem Mitmenschen in seiner Krankheit und in seinem Leid.
Respekt vor der Würde des sterbenden Menschen mit seiner Lebensgeschichte sensibilisiert uns für dessen wahre Bedürfnisse und Ängste, und macht uns hellhörig für seine Äußerungen. Der plötzliche Tod durch Unfall oder durch das Versagen lebenswichtiger Organe ist ein Schock für die Angehörigen und Freunde. In diesen Fällen gilt ihnen unsere besondere Sorge.
Die Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben und Tod leitet den notwendigen Trauerprozess ein und kann dazu verhalfen, dass die Hinterbliebenen ihr eigenes Leben mit seinen Möglichkeiten bewusster gestalten.
Die Pflege der Riten und Bräuche im Umfeld des Sterbens erleichtert die Einleitung dieses Trauerprozesses in einem gemeinschaftlichen Kontext und macht erfahrbar, dass der Glaube auch in dieser Lebenssituation tragen kann.
Ihre Ansprechpartner/innen in den Bezirken:
Salzburg-Stadt
Pfarrer Mag. Joachim Schulte
Röcklbrunnstraße 27, 5020 Salzburg
Tel: 0662/872833
Oberndorf
Pfarrer Mag. Klaus Niederwimmer
Hopfenstraße 3b, 5111 Bürmoos
Tel und Fax: 06274/40189
e-mail: evang.pfarramt-buermoos@sbg.at
Hallein
Pfarrer Dr. Peter Gabriel
Davisstraße 38, 5400 Hallein
Tel: 06245/80628, Fax: DW 4
Mobil: 0699/18877 599
e-mail: evang.hallein@surfeu.at
St. Johann im Pongau
Pfarrer Mag. Hans Spiegl
Gasteiner Straße 12, 5500 Bischofshofen
Tel + Fax: 06462/8337 und 0676/4206396
e-mail: Evang_Bischofshofen@aon.at
Zell am See
Pfarrer Mag. Andreas Domby
Schmittenstraße 35, 5700 Zell am See
Tel + Fax: 06542/72365
e-mail: evang.zellamsee@sbg.at
Innsbruck und Innsbruck-Land
Pfarrer Eberhard Mehl
Richard-Wagner-Straße 4
6020 Innsbruck
e-mail: eberhard.mehl@tilak.at
Kitzbühel
Pfarrerin Mag. Gundula Hendrich
Ölberg 6, 6370 Kitzbühel
Tel + Fax: 05356/64404
e-mail: kitzbuehel@evang.at
Kufstein
Pfarrer Mag. Karlheinz Müller
Andreas-Hofer-Straße 6, 6330 Kufstein
Tel: 05372/63887 und 62687, Fax: 05372/626874
e-mail: evang.kufstein@kufnet.at
Landeck und Imst
Pfarrer Mag. Richard Rotter
Urtlweg 30a, 6500 Landeck
Tel: 05442/64245, Fax: DW 4
e-mail: richard.rotter@aon.at
Reutte
Pfarrer Mag. Mathias Stieger
Albert-Schweitzer-Straße 4, 6600 Reutte
Tel und Fax: 05672/62710
e-mail: evkirche.reutte@netway.at
Schwaz
Pfarrer Mag. Meinhard von Gierke
Martin-Luther-Platz 1, 6200 Jenbach
Tel + Fax: 05244/62448
e-mail: buero.evangelischekirche.jenbach@utanet.at
Evangelische Krankenhausseelsorge in Österreich
Ausbildungskurs für ehrenamtliche Klinikseelsorge in Innsbruck |