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Einweihung der Gedenkstätte Kaprun
Einweihung und Übergabe der Gedenkstätte zum 4. Jahrestag der Brandkatastrophe vom 11.11.2000 in Kaprun
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Die Gedenkstätte |
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(v.l.) Pfarrer Mag. Andreas Domby, Superintendentin Mag. Luise Müller. Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, Pfarramtsleiter Mag. Toni Fersterer, Diakon Albert Hötzer, Diakon Wolfgang Bartl, Pfarrprovisor Mag. Michael Blassnig, Bürgermeister Ing. Norbert Karlsböck |
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(v.l.) Pfarrprovisor Mag. Michael Blassnig, Superintendentin Mag. Luise Müller. Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, Diakon Albert Hötzer
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| Alle Fotos: Gemeinde Kaprun
Ansprache von Frau Superintendentin Luise Müller Der elfte November vor vier Jahren wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Ich war mit meiner jüngeren Tochter unterwegs beim Einkaufen, als ich die erste Nachricht über den Brand in den Nachrichten hörte. Und wie das so manchmal ist: Ich wusste, dass hier etwas ganz Schlimmes geschehen war. Der Rest des Tages: Telefonate, Gespräche, Unklarheiten und erste schaurige Gewissheiten. Am Sonntag dann die Fahrt hierher, der Tag in Kaprun, unser erster Klagegottesdienst. Und hautnah der Schmerz von Freunden und Bekannten, der zum eigenen Schmerz wurde. In den folgenden Tagen, Wochen und Monaten dann zu dem Unfassbaren weitere Verletzungen, geschlagen von Verschiedenen, unabsichtlich meist, aber deswegen nicht weniger schmerzhaft. Auch heute, vier Jahre danach, sind wir nicht unverletzlich. Wir hören ganz genau hin, lesen zwischen den Zeilen, und manche meinen Aufforderungen zu hören, denen sie nicht nachkommen können oder wollen. Versöhnung kann man nicht verordnen. Die Zeit, wie lange die Trauer dauern darf, ist nicht normierbar. Gott war wahrscheinlich nicht nur mir sehr fern, damals. Ich habe ihn nicht erreicht. Aber ich habe diesen fernen Gott trotzdem nicht losgelassen, so paradox das klingen mag. Ich habe seine Nähe eingefordert, erfleht, erbeten. Und ganz langsam hat er sich wieder spüren lassen. Sehnsucht nach Heilung ist gewachsen. Worte, wie wir sie gerade gehört haben: und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Alte ist vergangen, solche Worte können zu unserer Hoffnung gehören. Gott ist ein Gott der Heilung will und ermöglicht. Diese Worte reden von Gottes Reich, das einmal, in der Ewigkeit, da sein wird, aber heute schon ab und zu spürbar ist. Dort, wo sich Gerechtigkeit durchsetzt, dort, wo Recht geschaffen wird, dort, wo Liebe und Verzeihen wachsen können. Dort wird heute schon Gott bei uns wohnen. Ein letzter Gedanke: Gott hat, das denke ich, dort drüben in der Gedenkstätte auch eine Stele. Dort, wo die 155 Namen stehen, steht auch sein Name, unsichtbar. Er stirbt mit, er lässt uns im Tod nicht allein. Der Tod, das hat Jesu Tod uns gezeigt, ist nicht das Ende. Nach dem Karfreitag kommt Ostern. Schmerz und Tod lösen sich auf in die ewige Herrlichkeit bei Gott. Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu. Lassen Sie uns in dieser Hoffnung unser Leben weiter leben. Amen |
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