Die evangelische Beerdigung

Ein Beitrag von Pfarrerin Susanne Lechner-Masser

Abschied vom Leben nehmen, jemanden gehen lassen – aus ureigener christlicher Sicht werden sterbende Menschen und Trauernde in den Tod und durch einen Verlust hindurch begleitet. Die Christenheit und in ihr die Evangelischen Kirchen antworten mit ihren Ritualen dem Bedürfnis der Menschen, dem Tod nicht allein, sondern in einem sicheren Gelände von Glaube und Tradition begegnen zu können.
 
 
Die evangelische Beerdigung gilt einem verstorbenen Mitglied einer evangelischen Gemeinde als Übergangsritus in den in Gott aufgehoben geglaubten Tod, also in Gottes Hand. Sie soll aber als gesamtes Geschehen genauso den Hinterbliebenen und all jenen, die Gäste in Trauergottesdiensten oder Verabschiedungen sind, Trost und Hilfe sein. Sie hat also immer zwei Richtungen, spricht immer in doppelter Sprache, in der Sprache des „Abschiednehmen“ und in der Sprache des „Abschiedgeben“. [1] Sie trägt alle Zeichen unserer gewachsenen Kultur des Sterbens, Sterben-Lassens und der Trauer in vielleicht da und dort „typisch protestantischer“ Tradition, ihre positiven Seiten und natürlich auch ihre Mängel.
 
Seelsorgerliche Begleitung vor dem Tod
 
Wer in unseren Gemeinden stirbt, wurde im Idealfall vor seinem Tod seelsorgerlich begleitet.Dies geschieht vor allem da, wo Gemeindeglieder eine enge Bindung zur Kirche gepflegt und gelebt haben, und natürlich, wo ihr Tod vorauszusehen war – bei Krankheit oder im Alter. Es kann eine sehr wichtige und sehr intensive Erfahrung für die Sterbenden selbst, aber auch für ihre Familien sein, noch einmal ein Abendmahl miteinander zu feiern. Nach evangelischem Verständnis ist die Feier des Abendmahls kein „Sterbesakrament“. [2] Es wird als eine Gelegenheit begriffen, in der Gegenwart Jesu Vergebung, Gemeinschaft und Freude zu erfahren. Das Abendmahl kann aufgrund evangelischer Abendmahlstheologie, die keine Wandlung der Elemente kennt, [3] nicht einfach ausgeteilt werden, sondern wird mit Einsetzungsworten, Gebet und Lied gefeiert. Ist der oder die Sterbende allein, teilt er oder sie dies mit dem Pfarrer/der Pfarrerin oder auch mit einem zur Austeilung des Abendmahls berechtigten Seelsorger oder Seelsorgerin. Wo der/die Sterbende so schwach ist, dass Hostie und Wein nicht mehr wirklich aufgenommen werden können, werden symbolisch seine/ihre Lippen benetzt.
 
Man kann erleben, dass Menschen mit dem Sterben bis zu einer solchen Feier „warten“. Man kann aber auch erleben, dass sich Menschen durch eine solche Feier gestärkt und getröstet wieder erholen und Zeit gewinnen, sich auf ihr Sterben auch im Abschiednehmen von ihrer Familie, im Abschiednehmen und Loslassen versäumter Gelegenheiten und Schicksalsschlägen im Leben, im Verarbeiten noch offener Trauer und im Akzeptieren des eigenen Todes, vorzubereiten.
 
Nicht immer möchte ein Sterbender Abendmahl feiern; fast immer aber wird ein Segnen gerne angenommen. Der in der Beerdigung vorgesehene „Valetsegen“ [4] kann hier persönlich unter Handauflegung zugesprochen werden und ist für den Sterbenden im eigenen Erleben wirksam. Auch ein vorgesungenes bekanntes Kirchenlied [5] aus vergangenen Tagen oder lieb gewordene Bibelstellen und gemeinsames Gebet werden manchmal verlangt oder einfach gerne angenommen. Manchmal ist auch nur die Tatsache eines Besuches des Pfarrers/der Pfarrerin oder einer Krankenhausseelsorge, auch wenn „nur“ Hand gehalten oder still gesegnet wird, spürbare Anerkennung und Zeichen, dass die Kirche als Gemeinschaft, der ein Mensch angehört, sein oder ihr Sterben sieht und begleitet.
 
Die Lebensbedingungen unserer Gesellschaft machen leider seelsorgerliche Begleitung vor dem Tod oft unmöglich. Das Verlagern des Sterbens in ein Krankenhaus vor allem im städtischen Bereich, aber auch auf dem Land, erschwert die persönliche Betreuung durch den jeweiligen Pfarrer der Ortsgemeinde, der oder die oft nur unzureichend die Möglichkeit zu Krankenbesuchen hat. Eine eigene Krankenhausseelsorge ist nicht überall gegeben. In den meisten Fällen erfahren die Seelsorger vor allem in der Stadt erst vom Tod eines Gemeindegliedes, besonders wenn der oder die Verstorbene nicht aktives Mitglied der engeren, sonntäglichen Gemeinde war.
Der Kontakt zur aktuellen Ortsgemeinde ist nicht ausschlaggebend dafür, um sich als evangelischer Christ zu verstehen. Die „Mündigkeit“ [6] eines evangelischen Christen drückt sich unter anderem sehr stark in dem Bewusstsein aus, seine Schuld oder Fehler des Lebens, seinen auf die Bibel gegründeten Glauben, seine Gebete – seine ganze Beziehung zu Gott – selbst zu verantworten und auch jeweils selbst „in Ordnung“ bringen zu können. So kommt es, dass der Pfarrer/die Pfarrerin anlässlich eines Todes durchaus ein Haus betritt, in dem sehr viel Wert auf die kirchliche Beerdigung des verstorbenen Familienmitgliedes gelegt wird, obwohl ihm oder ihr dieser Mensch und auch seine Familie sehr oft ganz unbekannt ist.
 
Die kirchliche Begleitung der Hinterbliebenen
 
Dieser Hausbesuch, wie er auf dem Land üblich ist, – in der Stadt kommt der überwiegende Teil der Angehörigen in das Pfarrhaus –, ist auch ein möglicher Beginn einer kirchlichen Begleitung der Hinterbliebenen in ihrem Abschied. Hier werden zuerst je nach den Umständen eines Todes, Entsetzen, Erschrecken, Klage, Fragen und Vorwurf angebracht, aber auch dankbare Traurigkeit, ausgesprochene Liebe oder stiller Kummer mitgeteilt. Mit der begleitenden Person wird versucht, das Geschehene zu „verstehen“. Im Angesicht eines schweren Verlustes sind Menschen für rationale Argumente nicht zugänglich. „Ich will mit meinem Herzen verstehen und mit meinem Glauben begreifen.“ Es liegt an der Person des Pfarrers oder der Pfarrerin, intuitiv aus den sehr persönlichen Gesprächen mit der hinterbliebenen Familie die wesentlichen Momente des Lebens und der Person eines verstorbenen Menschen sowie seine Beziehung zu den Trauernden und die „Lücke“, die er/sie in ihrem Leben hinterlässt, zu erfassen. Der unmittelbar erfahrene Tod gibt diesem Gespräch seine „Dichte“ und macht solches Erfassen erst möglich. Alles, was für die Angehörigen wichtig ist „aufzuheben“, das heißt, in der Trauerfeier zu erwähnen ist, wird hier besprochen.
 
Sehr häufig ist es üblich, dem Pfarrer oder der Pfarrerin einen Lebenslauf zu überreichen. In dieser Sitte kommt zum Ausdruck: das Leben des Verstorbenen möge nicht vergessen und zumindest noch einmal als Gesamtbild in Erinnerung gebracht werden. Die Angehörigen vermitteln im Gespräch möglicherweise auch über diesen Lebenslauf ein Bild des Verstorbenen sowie ein Bild seiner Bedeutung für sie und ein Bild der Beziehung, die sie miteinander hatten – der Pfarrer/die Pfarrerin versucht, diesem Bild in der Trauerfeier würdig gerecht zu werden, sowohl für den Verstorbenen als auch für die Hinterbliebenen.
 
Wie am Anfang des Lebens und zu allen wichtigen Stationen eines „kirchlichen“ Lebens wird auch jetzt ein biblisches Wort [7] gewählt. Manchmal, besonders in traditionellen Kreisen von Landgemeinden, ist dieses Wort der Konfirmandenspruch [8] des Verstorbenen. Häufiger wird ein eigenes Wort gesucht, meistens nicht von den Hinterbliebenen, sondern von der Pfarrerin/vom Pfarrer. Ihre/Seine Aufgabe ist es, in der Wahl des Wortes die seelsorgerliche Situation zu erfassen und durch die Auslegung in der Feier kann er/sie helfen, diesem Tod Sinn zuzusprechen, auch wenn den Hinterbliebenen kein greifbarerer Sinn gegeben zu sein scheint als nur das Sterben an sich als natürliches Geschehen und sei er noch so grausam, und doch von ihnen zugleich „ein Sinn“ verlangt wird.
 
Sinngebung muss nicht heißen, einen „verständlichen“ Sinn zu finden. Sinngebung heißt für mich als Hinterbliebene, den Tod eines geliebten Menschen mit meiner ganzen Person erfassen zu können und – aufgehoben in der dauerhaften Liebe Gottes –, annehmen und bewältigen zu können, unabhängig von der Erklärung, die ich mir vielleicht gebe und die vielleicht mir, nicht aber einem anderen weiterhilft. Als Trauernde möchte und muss ich einen erlittenen Verlust einordnen lernen in meine Gefühle, in mein Alltagsleben, in meine Sicht von dieser Welt und von diesem Leben, also: in meinen Glauben. Welche Antwort ich auch finde, sie muss für mich stimmen. Nicht jede Antwort ist für jeden nachvollziehbar.
 
Sinngebung kann keine Vertröstung sein. Wahre Sinngebung wird den erlittenen Verlust ernst nehmen und aufnehmen. Sie wird aber darauf achten, dass derjenige, der ihn erleidet, nicht daran zerbricht. Sie wird ihm daher Möglichkeiten geben, sich an „Geländern“ festzuhalten; Worte, die heute noch nichts bedeuten, können morgen weiterhelfen, Worte, die heute viel bedeuten, können morgen bezweifelt werden. Trost ist im Gegensatz zu Vertröstung wahrnehmende und annehmende Begleitung in der Trauer und durch sie hindurch. Er geht also über die Beerdigung selber hinaus.
 
Die gegebenen Umstände unseres schnelllebigen und hektischen Lebens, auch die Größe der Gemeinden im Verhältnis zu den Personen, die Sterbende und Hinterbliebene begleiten, lassen seelsorgerliche Hilfen in der Praxis oft verkümmern. Beerdigungsspruch und Lebenslauf können manchmal unter dem Zeitdruck der von den Beerdigungsinstituten wohl oder übel zu setzenden Bestattungstermine nicht mit der gewünschten und eigentlich möglichen Tiefe aufgenommen oder gefunden werden. Die Gespräche sind zu kurz, die seelsorgerliche Begleitung danach allzu oft wenig möglich. Es liegt an den beteiligten Personen, trotzdem „das Beste“ daraus zu machen; sich nicht einem Zeit- und Leistungsdruck auszusetzen, sondern vielmehr auf die Momente zu konzentrieren, in der eine Begegnung zwischen Pfarrer/Pfarrerin und den Hinterbliebenen möglich ist. Manchmal ersetzen gute Augenblicke lange Tage.
 
Trauergottesdienst und Bestattung
 
Der Trauergottesdienst ehrt den Toten, „geleitet“ ihn in Gottes Hand, hilft den Hinterbliebenen, in Worten und sinnfälligen Handlungen Abschied zu gestalten und geleitet sie „zurück in das Leben“. Die Agende [9] für evangelische Beerdigungen ist so gestaltet, dass sowohl die Anliegen der Hinterbliebenen als auch der/die Verstorbene selbst „Platz finden“.
 
Ein Votum – oft der ausgewählte Bibelspruch – leitet den Gottesdienst ein, ein Psalm wahrt die Tradition und nimmt die Gemeinde auf. Wo der Gottesdienst in einer Kirche stattfindet, beteiligt sich die Gemeinde an Psalm und Gesang. Hier heißt „Gemeinde“ auch meistens nicht nur „Familie und Freunde“, sondern es findet sich tatsächlich die sonntägliche Gemeinde ein. Sie ist es, die dann im Falle der aktiven Beteiligung der Gemeinde am Gesang den unmittelbaren Angehörigen diesen Gesang abnimmt. Manchmal wird auch die Beteiligung der Gemeinde als Überforderung empfunden und auf sie verzichtet – fast immer übernehmen Chor oder Musik die Gestaltung, wenn der Trauergottesdienst in einer Aussegnungshalle eines Friedhofes oder in der Aussegnungshalle des Krematoriums stattfindet.
 
Das Gebet nimmt die Trauer der Zurückgebliebenen auf und ernst. Es ist für das Loslassen eines geliebten Menschen sehr wichtig, ihn noch einmal beim Namen zu nennen, ihn zu würdigen und für sein Leben zu danken. Aber es ist auch ganz wichtig, loszuwerden, was den Trauernden vielleicht noch an den Verstorbenen bindet. Unverarbeitete Beziehungen, offene Fragen – ein Versuch, diesem Bedürfnis gerecht zu werden, ist die Vergebungsbitte, sowohl an Stelle des Toten gegenüber Gott, als auch direkt an den Toten gerichtet von Seiten der Hinterbliebenen. In der Geschichte der evangelischen Beerdigung sind solche, direkt an den Toten gerichtete Worte nicht immer unumstritten gewesen. Streng genommen ist es evangelischer Glaube, dass ein Toter „ganz tot“, und zwischen ihm und uns eine unüberwindbare Grenze besteht. Nichts könnte also mehr gesagt oder in Ordnung gebracht werden.
 
In der seelsorgerlichen Praxis wird dies jedoch anders entschieden: die indirekt an den Toten gerichtete Bitte um Vergebung ist noch die weniger umstrittene Form der Hinwendung an den Toten oder die Tote. Ganz offen und direkt angesprochen wird der oder die Verstorbene im postum gespendeten Valetsegen. „Gott, der dich geschaffen hat ... Gott, der dich erlöst hat ...“. [10] In ihm wird dem Toten Gottes Liebe durch den Tod hindurch persönlich zugesprochen, seine unverbrüchliche Treue, die uns trägt, auch wenn das Leben uns verlassen hat. Auch Briefe, die dem Toten noch geschrieben wurden oder auch nur die Kranzschleifen in direkter Anrede zeugen von dem ganz einfachen Tatbestand, dass der Tote zwar schon gegangen ist und das ganz, aber dass die Beziehung zu uns in uns dennoch aufrecht ist. Und diese Beziehung – der Trauer Rechnung tragend – ausklingen zu lassen ist eine sehr wichtige und nicht zu unterschätzende seelsorgerliche Aufgabe. Unsere Kultur ist in dieser Hinsicht ohnehin eher arm an Ritualen. Es wird also in der Praxis der Verabschiedung eines Menschen nicht alles „so streng theologisch gegessen, wie es gekocht wurde!“
 
Das Geleit zur Grabstätte selbst ist ein symbolisches Geleit aus dem Leben in den wirklichen Tod, aus dem heraus wir die Auferstehung erhoffen und im Glauben erwarten. Der Gang über die Wege des Friedhofes, nur noch ganz selten aus dem Haus über die Kirche zum Friedhof, ist schwer, aber hilfreich. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Augenblick, in dem wir „der Erde zurückgeben, was zur Erde gehört“. [11]
 
Die Erdbestattung ist auf dem Land die übliche Bestattungsform, ein gewisser Prozentsatz, vor allem in der Stadt, bevorzugt die Feuerbestattung für ihre Angehörigen. Vom theologischen Standpunkt aus ist gegen die Feuerbestattung nichts einzuwenden. Vom seelsorgerlichen Standpunkt aus kann die Erdbestattung der Trauer der Menschen besser begegnen. Den Toten oder die Tote wirklich und wahrhaftig in die Erde zu legen ist schwer. Es ist ein symbolisches „Selbst-zu-Grabe-Tragen“, wenn jeder Einzelne Erde nachwirft. [12] Dies fällt den allermeisten Menschen sehr schwer. Es sollte dennoch nicht durch ein bloßes Hinabwerfen von Blumen oder Ähnlichem ersetzt werden, auch wenn dies als „Gruß“ zusätzlich schön ist. Hilfreich bleibt, den Toten spürbar und aktiv zu begraben. Es erleichtert auch den inneren Abschied zu vollziehen in der langen Zeit der Trauer danach.
 
In der Feuerbestattung ist uns diese Möglichkeit genommen. Aber auch hier können der Pfarrer/die Pfarrerin auf ein persönliches, am Sarg vorbeigehendes Verabschieden achten. Der Trauergemeinde ausgeteilte Blumen erleichtern diesen Gang. Es ist wichtig, dass dies am Ende einer Trauerfeier geschieht, auch, wo es üblich ist, dem Verstorbenen am Anfang der Feier „die Ehre zu erweisen“. Erst am Ende wird der Abschied wirklich und hart. Ohne Abschied kann man nicht loslassen, was man liebt.
 
Christlich zu beerdigen, einen Toten nicht einfach liegen zu lassen, gehörte immer zu den vornehmen Aufgabe einer Glaubensgemeinschaft. Nicht, um den Tod zu leugnen, wohl aber, um ihn anzunehmen, und das heißt, ihn in einen klaren und deshalb die Trauer ordnenden Sinnzusammenhang zu stellen. Gegenüber dem Toten/der Toten ist es das Zeugnis des eigenen Glaubens, der jedem Menschen eine einmalige, von Gott gegebene Person zuerkennt, unverwechselbar und unwiederholbar. Ob wir uns die Toten gleich auferstehend vorstellen oder die Auferstehung „am jüngsten Tag“ erwarten – in jedem Fall heißt das für uns selbst und für uns als Trauernde, dass wir in Gott aufgehoben bleiben, jetzt und immer. Dies hilft uns, der schwierigen Situation „danach“ als Trauernde, oder unserer eigenen Situation „davor“ als Sterbende würdig und ohne Angst zu begegnen.


[1] Fechtner, Kristian: „Kirche von Fall zu Fall, Kasualpraxis in der Gegenwart – eine Orientierung / Chr. Kaiser Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh 2003 S.65 und dort Anm. 12, S. 169.
[2] Zum Sakramentsverständnis siehe oben Anm. 4.
[3] Im evangelischen Abendmahl der Lutherischen Kirche wird an die reale Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein geglaubt. Im evangelischen Abendmahl Helvetischer Tradition werden Brot und Wein als Zeichen der realen Gegenwart Jesu Christi angesehen.
[4] „Es segne dich Gott der Vater, der dich nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Es segne dich Gott, der Sohn, der dich erlöst hat. Es segne dich Gott der Heilige Geist, der dich geheiligt hat. – Der treue und barmherzige Gott geleite dich dorthin, wo die Seinen ihn loben, und bewahre dich in Seiner Gnade.“ Agende der Evangelischen Kirche in Österreich, Evangelischer Presseverband 1984. Siehe dort Anm. 27.
[5] z.B. „So nimm denn meine Hände ...“ EG Nr. 376 oder „Befiehl du deine Wege...“ EG Nr. 361 oder auch jedes andere, zu dem persönlicher Bezug vorhanden ist.
[6] Das Wort vom „mündigen Christsein“ wurde vor allem von Dietrich Bonhoeffer geprägt und meint bei ihm das Erkennen der Diesseitigkeit des Glaubens, also ein „im Leben stehend glauben“. Verwendet wird „Mündigkeit“ im Zusammenhang mit Glauben meist als Freisein von kirchlicher Bevormundung und Entmündigung.
[7] z.B. 1. Thess. 5,4: „Gott ist treu, der euch berufen hat. Er wird euch auch vollenden.“
[8] siehe Anm. 15.
[9] Agende = liturgische Ordnung.
[10] siehe Anm. 33.
[11] „Erde zur Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Gott, der Erlöser der Sterblichen, gebe ihm das Licht des Lebens. Dass er ihn lobe ohne Ende.“ Agende der Evangelischen Kirche in Österreich, Evangelischer Presseverband 1984. Siehe dort Anm. 27
[12] Dies ist auf allen evangelischen Beerdigungen Brauch. Die Benutzung von „Weihwasser“ ist in der Evangelischen Kirche, die kein geweihtes Wasser kennt, nicht üblich.
 
Quelle: Bräuche im Salzburger Land, CD-ROM Folge 3, Luidold, Lucia & Kammerhofer-Aggermann, Ulrike (Hrsg.), 2005. www.salzburgervolkskultur.at

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